Susan Heise

Die 1974 in Greifswald geborene Porzellankünstlerin Susan Heise absolvierte eine Töpferlehre in der Werkstatt Löber in Saal (Mecklenburg), an die sich 1997 bis 2001 ein Studium in der Fachklasse für Grafik an der Burg Giebichenstein in Halle / Saale anschloss. Bis 2005 folgte ein Studium für Industriedesign in der Fachrichtung Porzellan. Seit 2008 arbeitet die Künstlerin freiberuflich mit einer eigenen Werkstatt in Leipzig / Lindenau.

An der Drehscheibe entstehen schlichte und zeitlos schöne Einzelstücke und Kleinstserien aus Porzellan, die Hand und Auge gleichermaßen verführen und ebenso schön wie vielseitig verwendbar sind. Ein Charakteristikum ihrer Arbeiten ist ein dünnwandiger und durchscheinender Scherben. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Außenflächen der Gefäße. Sie werden mit einem zarten plastischen oder mit einem zurückhaltenden Engobe-Dekor versehen und mehrmals aufwendig poliert, sodass die unglasierte Oberfläche eine besondere Feinheit erreicht.

   

Die Innenspiegel der Gefäße sind in jedem Fall glasiert, wobei die Farbpalette der Glasuren sehr verhalten in hellen blauen und zarten grünlichen Tönen changiert. Oft verzichte Heise jedoch auf  jegliche Farbigkeit jenseits des Porzellantons.

Einer klassischen Formensprache verpflichtet, die europäische und asiatische Vorbilder gleichermaßen erkennen lässt, sind Experimentierfreude und der Anspruch handwerklicher Vervollkommnung Credo ihrer Werkstattarbeit.