Wilfried Meinharth  

 

 Wilfried Meinharth wurde 1958 in Roßlau an der Elbe geboren. Er lernte zunächst den Beruf des Töpfers in Coswig/Anhalt und studierte an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Heiligendamm. 1984 baute der Künstler sein eigenes Atelier in Dessau aus und arbeitet seitdem dort freischaffend. Zahlreiche Ausstellungen und Studienreisen führten ihn unter anderem nach Usbekistan, Georgien, Costa Rica, Island und in die USA.

 Seit 1990 setzt er sich zunehmend mit der Malerei auseinander, Gemälde und keramische Arbeiten entstehen nun im Wechsel und in gegenseitiger Wechselwirkung zueinander.

 Seine Vasen und Schalen könnte man als Radierungen auf Ton bezeichnen: Zarte bis kräftige Linien entspinnen sich zu Figuren, Körpern, Gesichtern. Dreidimensional anmutende Strukturen umfassen den keramischen Körper, ohne dass am runden Gefäß Anfang oder Ende erkennbar sind. Den Malgrund hält der Künstler in erdigen Tönen, die von rotbraun bis schwarz changieren und weiß gehöht sind.

 So entstehen einzigartige Unikate, die weniger Gebrauchsgegenstand als singuläres Kunstwerk sind.